LEITLINIEN
für Begleitung im Sinne der Hospizbewegung

·  Im Zentrum der Bemühungen stehen der unheilbar kranke Mensch und seine Angehörigen.
Optimale Schmerztherapie und Linderung quälender Symptome tragen dazu bei, dass Lebensqualität bis zuletzt erfahren wird.

·  "Schmerz ist, was der Patient sagt!"
Die palliative Betreuung wird individuell abgestimmt und ganzheitlich angewendet: körperlich, psychisch, sozial und spirituell.

·  Familien, Angehörige und Freunde schwerkranker Menschen werden in der Zeit des Abschiednehmens unterstützt und in ihrer Trauer begleitet.

·  Wahrhaftigkeit in der Kommunikation und Respekt vor der Würde und Autonomie des Menschen gehören zum Wesen der Hospizbewegung.

·  Niemand wird aus finanziellen, weltanschaulichen oder ethnischen Gründen von der Betreuung ausgeschlossen.

·  Offenheit für religiöse Bedürfnisse ist gerade auch dort erforderlich, wo Patienten und Helfende nicht der gleiche Glaube verbindet. Das Angebot spiritueller Begleitung nimmt darauf Rücksicht.

·  Ehrenamtliche BegleiterInnen werden ausreichend auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

·  MitarbeiterInnen bemühen sich um die Balance zwischen helfender Nähe und heilsamer Distanz.

·  Der Auf- und Ausbau der palliativen Versorgung erfordert die interdisziplinäre Zusammenarbeit von ambulanten und stationären Institutionen und von haupt- und ehrenamtlichen Helfenden.

·  Aktive Sterbehilfe (Euthanasie) wird ausdrücklich abgelehnt. Maßnahmen, die nur den Sterbevorgang hinauszögern, werden - außer auf Wunsch des Patienten - nicht eingesetzt.